01.04.26

In der Länderspielpause kamen am 28. März 2026, Vertreter von über 50 Fanszenen aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin zusammen, um sich unter anderem über den Eskalationskurs der Innenministerkonferenz und der Sportministerkonferenz zu beraten. Auch Fanszenen, die aufgrund des Spielbetriebs unterhalb der dritten Liga nicht dabei waren, stehen inhaltlich hinter dieser Stellungnahme.

Die letzte IMK im Dezember 2025 hat durch ihren Populismus und ihre Repressionsideen für deutsche Stadien für Aufruhr gesorgt – ihr erinnert euch! Die nächste IMK ist bereits für Juni 2026 angesetzt. Eine gute Gelegenheit also, auf den aktuellen Stand zu blicken, denn: Die aktuelle Entwicklung in deutschen Stadien ist alarmierend! Immer öfter werden Stadionbesucher zu Opfern unverhältnismäßiger Polizeigewalt.

Dies zeigt sich eindeutig seit einigen Jahren und ganz speziell eindrücklich seit Beginn des Jahres 2026. Bei den Spielen Borussia Dortmund gegen FC Bayern München, Hertha BSC gegen FC Schalke 04 und Vfl Wolfsburg gegen Werder Bremen kam es zu zahlreichen zum Teil schwer verletzten Fans. Deutlich wird dies aber auch durch diverse Fanszenen, die mit fadenscheinigen Begründungen auf der Anreise zu ihren Auswärtsspielen zurückgeschickt und hiermit massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurden. Aktuell vergeht kaum ein Wochenende ohne einen solchen Skandal. Den Tiefpunkt dieser Entwicklung stellt die hundertfach verhinderte Ausreise von Anhängern von Borussia Dortmund zum Champions League-Spiel bei Atalanta Bergamo durch die Bundespolizei dar. Die zugunsten der Fans entschiedenen Eilverfahren zeigen wiederholt sehr deutlich, dass die Polizei sich im Umgang mit Fußballfans nicht an Recht und Gesetz gebunden sieht!

Böse Zungen behaupten, dass diese jüngste Gewalteskalation seitens der Polizei kein Zufall sein kann. Auch wir sehen sie als systematischen Teil einer arglistigen Strategie der Hardliner aus Innen- und Polizeibehörden mit Blick auf die kommende IMK sowie im Zuge der derzeit stattfindenden Geheimverhandlungen zur Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien. Das Kalkül dahinter scheint so perfide wie offensichtlich: Möglichst schockierende Bilder und Schlagzeilen sollen das politik- und polizeieigene Narrativ, die Stadien seien nicht sicher, Woche für Woche unterfüttern. In dem Wissen, dass die seit Jahren rückläufigen polizeieigenen Zahlen keinerlei Verschärfung rechtfertigen (woran die IMK im letzten Jahr immer wieder erinnert werden musste), werden die eigenen ohnehin fragwürdigen Statistiken der ZIS nun künstlich in die Höhe getrieben.

Das Ziel der Protagonisten in den Innenbehörden scheint klar: Die Verbände DFB und DFL sollen in den Verhandlungen unter maximalen Druck gesetzt werden, zuletzt geschehen mit der erstmals öffentlich geäußerten Drohung der Weitergabe der Polizeikosten durch Herbert Reul und Armin Schuster, wenn die Forderungen der Politik nicht erfüllt werden. Dass aufgrund dieser rücksichtslosen Strategie eine Vielzahl von Fußballfans fernab jeder Verhältnismäßigkeit und Rechtsstaatlichkeit mutwillig und zum Teil schwer verletzt wird, nehmen Polizei und Politik billigend in Kauf. Der Dachverband der Fanhilfen hat in seiner Stellungnahme vom 18. März 2026 die deutliche Zunahme gewalttätiger Polizeieinsätze in der laufenden Saison 2025/2026 dokumentiert. Die Anzahl gewalttätiger Eskalationen durch die Polizei überstieg schon im März die Gesamtzahl vorangegangener Spielzeiten.

Doch auch abseits dieser beobachtbaren polizeilichen Eskalation muss davon ausgegangen werden, dass die Politik den Verbänden druckvoll im Nacken sitzt. Das wird sichtbar, da DFL, DFB und Innenpolitik trotz vollmundiger Transparenzversprechen in der Öffentlichkeit nunmehr seit weiteren vier Monaten in Hinterzimmergesprächen an Verschärfungen der Stadionverbots-Richtlinien schrauben und dabei jegliche Faninteressen und Expertenmeinungen unberücksichtigt lassen. 

Im Halbzeitfazit müssen wir daher leider feststellen, dass Politik, Polizei und scheinbar auch die Verbände aus dem letzten Jahr nichts gelernt haben und denken, sie können die gleiche Suppe nochmal kochen – und das noch schärfer gewürzt! Scheinbar müssen wir also wieder laut werden, um für Gerechtigkeit einzutreten, ihren Populismus zu entlarven und ihre perfiden Strategien zu kritisieren!
Daher fordern wir:

1) Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien stoppen!
Unter dem Deckmantel einer einheitlichen Vergabe von Stadionverboten soll eine „Fachaufsicht“ bzw. „Zentrale Stadionverbotskommission“ eingeführt werden, welche den lokalen Strukturen gegenüber weisungsbefugt ist. Diese Fachaufsicht soll auch als Beschwerdestelle für die Polizei fungieren, sollte diese mit den Entscheidungen auf lokaler Ebene unzufrieden sein.
Damit gibt man den Polizeibehörden ein weiteres mächtiges Repressionswerkzeug an die Hand – jenen Polizeibehörden, die nicht davor zurückschrecken, Fußballfans schwer zu verletzen, nur um die eigene Agenda durchzudrücken. Wir sagen: Der Repressionswahnsinn gepaart mit der starken Zunahme willkürlicher und gewalttätiger Polizeieinsätze in deutschen Stadien zeigt, dass die Stadionverbots-Richtlinien nicht verschärft werden dürfen, denn die bewusste Eskalationsstrategie der Innenministerkonferenz darf nicht belohnt werden!

2) Verbände: Transparenz und Faninteressen jetzt!
DFB und DFL dürfen ihre Entscheidungen nicht länger im Geheimen treffen. Wir fordern endlich eine offene und transparente Diskussion unter Wahrung der bestehenden Faninteressen. Ein Stopp der derzeitigen Geheimverhandlungen und eine Neuaufnahme eines Dialogs, welcher seinen Namen auch wirklich verdient, führt nicht nur zu mehr Akzeptanz, sondern bietet den Funktionären von DFB und DFL auch eine Chance, sich diesem massiven Druck seitens der Innenministerien zu widersetzen. Wir erwarten, dass DFB und DFL von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

3) Unabhängige Ermittlungsstellen!
Vereine und Verbände müssen den Aufbau unabhängiger Ermittlungsstellen nach dänischem Vorbild für die Aufklärung von übermäßiger Polizeigewalt öffentlich unterstützen – zum Schutz hunderttausender Fans, die Woche für Woche deutsche Fußballstadien besuchen. Die bundesweite Eskalationsstrategie der Polizei hat beispielsweise im Olympiastadion und im Westfalenstadion bewiesen: Polizeigewalt kann jeden Stadiongänger treffen.

4) Innenpolitik: Sachargumente statt Populismus!
Abgesehen von eskalierenden Polizeieinheiten ist der Fußball sicher. Es ist Zeit, sich endlich damit abzufinden! Es gibt keine Datengrundlage für den Kurs der Innenministerien, weshalb die Polizei nun bundesweit angehalten scheint, die Verletztenzahlen der ZIS-Statistik – aus Sicht der Innenminister „endlich“ – wieder nach oben zu treiben. Jeglicher Realität entbehrende Zerrbilder, etwa dass jedes Wochenende Spiele wegen Pyrotechnik unterbrochen und Menschen hierdurch verletzt würden, haben einer Versachlichung der Debatte zu weichen. Wir sind es leid, für populistische Forderungen herzuhalten, das Testobjekt für neue Repressionsmaßnahmen zu sein und uns unsere Fankultur und ihre Stilmittel von Innenministern und Polizeigewerkschaftern „erklären“ zu lassen.

Fanszenen Deutschlands – April 2026

23.03.26
02.03.26

Vor rund zwei Wochen meldeten wir, die Fanszenen Deutschlands, uns bereits mit einer Stellungnahme bezüglich der in Hinterzimmern des DFB erarbeiteten neuen Stadionverbots-Richtlinie. Seitdem herrscht vor allem eins: Stille.

Zwar hat die DFL erstaunlich schnell – bereits am Freitag der Veröffentlichung unserer Stellungnahme – mit einem internen Schreiben an die Vereine reagiert. Die große Chance, nun endlich mit offenen Karten zu spielen, wurde jedoch abermals vertan.

Nun ist es für uns nichts Neues, dass wir Fans in Entscheidungen oder Prozesse der DFL nicht eingebunden werden. Dass allerdings selbst Vereine – teilweise gänzlich – außen vor gelassen werden, ist durchaus verwunderlich.

Das besagte Schreiben der DFL verbreitet dabei auch ganz bewusst Lügen. So ist beispielsweise die Rede davon, die Vereine „umfassend über mögliche Änderungen“ informiert zu haben. Tatsächlich sind allerdings kritische Vereinsvertreter mit irreführenden Falschaussagen aufs Glatteis geführt und kaltgestellt worden. Auch eine erwähnte Videokonferenz fand lediglich im Monologform statt, ohne die Chance auf Rückfragen.

Im Gegensatz zur DFL haben wir die vergangenen Tage genutzt und sind mit unseren Vereinen ins Gespräch gegangen. Die Erkenntnis daraus: Bis heute wissen die Vereine über die geplanten Veränderungen in der SV-Richtlinie nicht oder bestenfalls nur rudimentär Bescheid! Da passt es ins Bild, dass auch im Rahmen der Regionalkonferenzen in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2026 in Frankfurt Informationen zur Überarbeitung der Stadionverbots-Richtlinien Fehlanzeige blieben.

Nun ist es natürlich schwierig, über Sachen zu urteilen, deren Inhalt man nicht kennt. Die DFL spricht gerne von „Transparenz“ – doch versagt dann gleich im ersten Schritt, diese zu schaffen.

Als transparenzliebende Fans sehen wir uns somit in der Pflicht, nun unsererseits mit einer Transparenzoffensive Licht ins Dunkel zu bringen. Denn wir wissen ganz genau Bescheid, welche Maßnahmen geplant sind.

Daher möchten wir im Folgenden Paragraphen aus dem Entwurfspapier der DFL zitieren:

• §2 (3) beschreibt die Errichtung einer Stelle, welche dazu ermächtigt und verpflichtet wird, entsprechende Entscheidungen im Zusammenhang mit Stadionverboten zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen. Tätig werden soll diese sogenannte „Fachaufsicht“ selbstständig, auf Antrag einer lokalen SV-Kommission oder auf Antrag der Polizei oder anderer Strafverfolgungsbehörden. Die zentrale Fachaufsicht ist gemäß des Abschnitts b) weisungsbefugt gegenüber den lokalen Stadionverbots-Kommissionen. Bei Nicht-Einhaltung einer Weisung kann die Fachaufsicht die entsprechenden Maßnahmen treffen.

Es lässt sich also festhalten: Sollte dieser Paragraph so umgesetzt werden, werden die lokalen Stadionverbots-Kommissionen de facto zum Papiertiger. Spätestens wenn der Polizei die Möglichkeit gegeben wird, per Antrag die Fachaufsicht einzuschalten, verlieren die lokalen Kommissionen ihre Bedeutung!

• §5 (vormals §4) (3) legt fest, dass ein Stadionverbot auszusprechen ist, wenn die Stadionverbotskommission (lokal oder zentral) Kenntnis von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Strafverfolgungsbehörden erlangt. Zwar ist die Rede von der „Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls“, grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass hiermit die Vergabe von Stadionverboten nach dem Gießkannen-Prinzip ermöglicht wird. Denn bei Nicht-Erteilung eines Stadionverbots, etwa weil die lokale Stadionverbots-Kommission den Fortgang des Ermittlungsverfahrens oder den Ausgang des etwaigen, folgenden Gerichtsverfahrens abwarten möchte, kann die Polizei die Fachaufsicht anrufen und diese zieht dann die Aussprache der Stadionverbote an sich. Dass Ermittlungsverfahren eingestellt werden oder in Freisprüchen enden können, interessiert Verbände, Politik und Polizei bei der „Präventivmaßnahme“ Stadionverbot nicht.

• §5 (vormals §4) (4) besagt zudem, dass Stadionverbote sogar ausgesprochen werden können, ohne dass ein Ermittlungs- oder sonstiges Verfahren eingeleitet wurde. Hierfür sollen künftig Ingewahrsamnahmen oder Aufenthaltsverbote ausreichen. Im Kontext der vergangenen Wochen, in denen vermehrt Fanszenen aus fadenscheinigen Gründen an ihrer Auswärtsreise gehindert wurden, würde dieser Paragraph das Tor für den Ausschluss großer Fangruppen öffnen. Und eins ist sicher: Sobald der Polizei dieser Hebel in die Hand gelegt wird, wird sie ihn auch nutzen!

Dies sind nur kurze Auszüge aus dem insgesamt 9 Seiten langen Dokument. Wir möchten diese aber mit unserer Stellungnahme öffentlich machen, um aufzuzeigen, was sich hinter verschlossenen Türen zusammenbraut. In Kraft treten sollen diese Maßnahmen bereits zum 1. Juli 2026, was einen ambitionierten Zeitplan bei zugleich herrschender Intransparenz bedeutet.

Da wir den Glauben an eine diskussionsorientierte Lösung bei DFL, DFB und Politik schon längst verloren haben, nehmen wir daher unsere Vereine in die Pflicht, sich diesen geplanten Maßnahmen entschieden und mit allen Mitteln entgegenzustellen!

Die Fanszenen Deutschlands im März 2026

19.12.25
18.12.25

Ein kreatives und emotionales Jahr, in dem das 125-jährige Bestehen unseres 1. FC Kaiserslautern gefeiert wurde, geht zu Ende.

Es bleiben die Momente, die wir gemeinsam geschaffen und die Eindrücke, die wir gesammelt haben. Um all das auch würdig abzuschließen und eine gewisse Nachhaltigkeit zu schaffen, gibt’s am Samstag was auf die Hand - zum Lesen, Erinnern und zur Verdeutlichung, welchen Stellenwert unser FCK hat.

Zum letzten Heimspiel in 2025 erwartet jeden Betzefan ein Spieltagsheft, das auf 72 vollgepackten Seiten interessanten Lesestoff bietet. Wir gehen unter anderem auf die Geschichte unseres Vereins ein, beschreiben diese anhand der Jubiläumschoreo und lassen die unterschiedlichsten Personen im FCK-Kosmos zu Wort kommen.

Zum Abschluss blicken wir auf das gesamte Jahr zurück. Verteilt werden die Hefte im Umlauf aller Tribünen an den Tonnen der Becherspenden, an den Infoständen der Ultragruppen sowie an der Fanbude.

Koscht nix! Spendet gerne etwas!

Greift Euch ein Heft ab und haltet somit ein Stück der Erinnerung fest!

12.12.25

Die letzten Wochen dominierte der Protest gegen die Maßnahmen, die bei der Innenministerkonferenz in Bremen zur Debatte standen, unsere Spieltage.

Immerhin konnten bereits vor Beginn der IMK erste kleine Erfolge verzeichnet werden. Absurde Maßnahmen wie personalisierte Tickets, Gesichtsscanner sowie KI-Methoden an Stadioneingängen waren bereits vor Konferenzbeginn vom Tisch. Neben den Protesten der Fanszenen in den Stadien und auf den Straßen standen auch unsere Vereine in ungewohnter Geschlossenheit entschieden hinter uns und den Protesten. Wir erkennen das ausdrücklich positiv an!

Dennoch bleiben nach der IMK große Bedenken. Beschlossen wurde die Einrichtung einer zentralen Stadionverbotskommission. Hierbei tappen Fans und Vereine weiterhin im Dunkeln, was diese Kommission schlussendlich wirklich für Rechte und Pflichten hat, wie sie sich personell zusammensetzt und welche Konsequenzen sie für Fans und Vereine hat. Für uns ist klar, dass dieses neu geschaffene Gremium lokale Vertrauens- und Arbeitsprozesse schwächt, einen Keil zwischen Fans und Vereine treibt und weiterhin mit Entschiedenheit abzulehnen ist. Wir appellieren an unsere Vereine, gegenüber Verbänden und Politik stark zu bleiben und sich weiterhin konsequent gegen die geplante zentrale SV-Kommission auszusprechen. Auch das Thema Pyrotechnik spielt weiterhin eine große Rolle und ist den Law-and-Order-Politikern ein Dorn im Auge. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam als Fans und Vereine einen langen Atem brauchen, um der Politik auch bei diesem Thema konsequent die Stirn zu bieten und lösungsorientiert an der Thematik zu arbeiten, anstatt populistischen Worthülsen auf den Leim zu gehen.

Die nächste Innenministerkonferenz kommt und unser Kampf für freie und selbstbestimmte Kurven ist noch lange nicht vorbei. Lasst uns wie in den vergangenen Wochen diesen Weg weiterhin gemeinsam gehen. Für unsere Kurven. Für unsere Vereine. Für die einzigartige Fankultur in Deutschland.

Die Fanszenen Deutschlands im Dezember 2025

28.11.25

Am vergangenen Wochenende haben wir, die Fanszenen Deutschlands, in bislang unerreichter Geschlossenheit erneut unsere deutliche Ablehnung der geplanten Beschlüsse der Innenminister gezeigt. 

Personalisierte Tickets, KI-Gesichtserkennung um die Personalisierungen der Tickets durchzusetzen, sowie jede Verschärfung der Stadionverbotsvergabe, von der Anpassung der Richtlinien bis hin zu zentralen Stadionverbotskommission mit Veto-Recht, lehnen wir entschieden ab. 

Wir fordern weiterhin ein Ende des Populismus und ein klares Bekenntnis zur Einzigartigkeit der deutschen Fankultur. Die Zahlen sprechen eindeutig für sich – es gibt keinerlei haltbaren Anlass für die vorgesehenen Verschärfungen. Dass unzählige Vereinsvertreter unsere Kritik inzwischen öffentlich teilen, bestätigt unsere Haltung zusätzlich: Die Stadien sind sicher! 

Die Innenminister verharren allen Argumenten zum Trotz stur ihrem populistischen Irrweg und scheinen mittlerweile sich gegenseitig zu überbieten, wer mit den absurdesten Forderungen um die Ecke kommt. 

Am kommenden Ligawochenende sowie in den anstehenden Pokal-Achtelfinals werden wir Fußballfans aus den Kurven Deutschlands erneut 12 Minuten schweigen und unseren Unmut deutlich in die Stadien tragen. 

Die Stille der Kurven ist unsere unüberhörbare klare Forderung an die Politik, noch vor der anstehenden Innenministerkonferenz die dringend notwendige Kehrtwende einzulegen. 

An die Vertreter der Vereine und Verbände appellieren wir: Zeigt deutlicher denn je Haltung und schützt gemeinsam mit uns das Alleinstellungsmerkmal des Fußballs in diesem Land – noch ist es nicht zu spät! Ohne euch wird ein Großteil der absurden politischen Forderungen nicht umsetzbar sein! 

Alle Fußballfans möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf die laufende Petition unter www.derfussballistsicher.de/petition aufmerksam machen. 

Die Fanszenen Deutschlands im November 2025

​Nach dem 4:1 Erfolg gegen Holstein Kiel organisierte das Fanbündnis Kaiserslautern eine Infoveranstaltung zu den geplanten Maßnahmen der anstehenden Innenministerkonferenz. 

Vor etwa 1.000 Teilnehmern in der Halle Nord (darunter auch die Fanszene von Holstein Kiel) informierten verschiedene Redner über die Pläne der Politik, die unter dem Deckmantel der Sicherheit u.a. mit der Einführung einer zentralen Stadionverbotskommission, KI-gestützten Gesichtsscannern und mittels personalisierter Tickets das bisherige Stadionerlebnis massiv einzuschränken droht. 

Wir wollen an dieser Stelle allen interessierten Teilnehmern danken und werden die Thematik weiterhin kritisch begleiten. 

Denn eine freie und selbstbestimmte Fankultur darf niemals dem Geltungsdrang von Populisten zum Opfer fallen!

Die ausführlichen Forderungen der Fanszenen finden sich unter www.derfussballistsicher.de. Dort besteht für Fanclubs und Einzelpersonen die Möglichkeit, sich offiziell als Unterstützer einzutragen und dem Protest zusätzliche Sichtbarkeit zu verleihen.

Für den Erhalt der Fankultur!

21.11.25

Letztes Wochenende noch mit wehenden Fahnen und Gesängen in der Leipziger Innenstadt, heute ohne Material und ohne Support in den Kurven. Wir werden die ersten 12 Spielminuten schweigend verbringen!

Größer kann der Kontrast zwischen gelebter Fankultur und schweigenden Zuschauerrängen nicht sein. Noch ist es ein dystopisches Szenario, setzt die Innenministerkonferenz ihre Pläne am 3. bis 5.12. in Bremen um, wäre eben dieses Szenario vielleicht schon am ersten Dezemberwochenende die neue Wirklichkeit.

Wir fordern die Vereine auf, sich diesen Plänen mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen und Möglichkeiten zur Wehr zu setzen! Die Äußerungen der IMK und die geplanten Änderungen zerstören nicht nur freie Fankultur, sondern greifen auch massiv und unbegründet in die Vereinsstrukturen ein. Die jahrelange gute Arbeit der Vereine und ihrer Partner wird ohne tatsächlichen Anlass mit Füßen getreten, das Erlebnis Stadionbesuch durch Unwahrheiten und egoistische Politiker massiv in seinem Ruf geschädigt.

Vereine: Es geht nur gemeinsam! Wir Fans haben letztes Wochenende über Rivalitäten, Farben und Ansichten hinweg eine starke Einheit gebildet und unsere Haltung zum Ausdruck gebracht. Nun seid ihr an der Reihe!

Die Fanszenen Deutschlands

Hallo FCK-Fans,

am vergangenen Wochenende sind in Leipzig tausende Fußballfans auf die Straße gegangen, um gegen die Gefahren der Law and Order-Politiker unter dem Deckmantel der Stadionsicherheit zu demonstrieren. Eine Gefahr, welche für die deutsche Fankultur eine existenzgefährdende Bedrohung ist. Dieser Sonntag war ein Zeichen, welche Kraft die deutsche Fankultur besitzt. Daran möchten wir bei unserem Heimspiel gegen Kiel anknüpfen und werden nach der Pressekonferenz in der Fanhalle Nord eine Informationsveranstaltung zu den Plänen der Innenministerkonferenz ausrichten. Gemeinsam mit der Fanszene aus Kiel wollen wir verdeutlichen, wie groß die Unterstützung für eine selbstbestimmte und von unverhältnismäßigen Eingriffen freie Stadionkultur ist. Dabei ist das respektvolle Verhalten gegenüber den Gästen aus Kiel selbstverständlich. Weitere Informationen zu dieser Angelegenheit gibt es unter www.derfussballistsicher.de oder am Sonntag im Stadion.

Der Fußball ist sicher! Schluss mit Populismus – Ja zur Fankultur!

20.11.25

Servus Betze-Fans,

Anfang Dezember steht die Innenministerkonferenz bevor – und mit ihr politische Vorstöße, die unseren Stadionbesuch deutlich verändern würden. Das Erstaunliche daran: Die Realität in den Stadien gibt dafür keinen Anlass.

Die aktuellen Kriminalstatistiken zeigen seit Jahren, dass Stadionbesuche so sicher sind wie lange nicht. Fußball ist ein Ort, an dem sich Familien, Kinder und Menschen aller Altersgruppen wohlfühlen können.

Trotzdem stehen Maßnahmen zur Debatte, die Fans unter Generalverdacht stellen und tief in die Fankultur eingreifen würden.

Stadionverbote ohne Urteil

Ein besonders problematischer Vorschlag: Stadionverbote sollen künftig schon bei Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ausgesprochen werden können – also ohne Schuldfeststellung.

Jeder weiß, wie schnell man in einem Ermittlungsverfahren landet, ohne irgendetwas getan zu haben. Genau deshalb gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung.

Würde diese Praxis kommen, könnten Fans ausgeschlossen werden, obwohl sie nie eine Straftat begangen haben. Auch Fußballfans verdienen uneingeschränkte Bürgerrechte!

Biometrische Check-ins am Stadion

Zusätzlich wird über ein Einlasssystem diskutiert, das personalisierte Tickets mit biometrischen Daten verknüpft. Gesichtsscan am Drehkreuz, grünes oder rotes Licht – mehr bleibt dann nicht.

Das würde den Einlass nicht nur massiv verlangsamen, sondern auch einen enormen Eingriff in Privatsphäre und Datenschutz bedeuten. Die spontane Weitergabe einer Dauerkarte wäre praktisch nicht mehr möglich.

Kurz gesagt: ein Einlass wie im Hochsicherheitsbereich, ohne dass es dafür eine sachliche Notwendigkeit gibt.

Fehlende Differenzierung beim Thema Pyrotechnik

Auch beim Thema Pyro zeigt sich ein ähnliches Muster: Statt sich mit den realen Bedingungen in den Kurven auseinanderzusetzen, wird weiter pauschal Pyrotechnik mit Gewalt gleichgesetzt. Dabei erarbeiten Fanszenen deutschlandweit unter dem Motto „Verbandsstrafen abschaffen“ gemeinsame Vorschläge – oft sogar im Austausch mit den Vereinen.

Diese Bemühungen finden politisch kaum Gehör. Die geforderte Null-Toleranz-Linie ignoriert, dass Fankultur Freiräume braucht, um zu funktionieren.

Es geht um mehr als Einzelmaßnahmen

Wenn diese Vorschläge Realität werden, betrifft das nicht nur bestimmte Gruppen, sondern alle Fans: Stadionbesuche würden bürokratischer, kontrollierter und unfreier. Und viele der Aktionen, die unseren Verein ausmachen, wären kaum noch möglich. Bestes Beispiel dafür ist der kürzlich gefeierte Traditionstag. Aber diese Befürchtung gibt es nicht nur bei uns, die weltweit so berühmte deutsche Fankultur steht komplett auf der Kippe. Daher sind die Forderungen der Fanszenen Deutschlands:

1. Reduzierung der Einsatzkräfte

Seitens der Politik werden immer wieder hohe Einsatzstunden der Polizei angeführt. Dennoch erleben wir regelmäßig, dass der personelle Aufwand rund um die Stadien sowie auf den An- und Abreisewegen die tatsächlichen Bedarfe zur Sicherung von Fußballspielen übersteigt. Die Innenminister sind aufgefordert, die Einsatzplanungen ihrer Polizeien kritisch auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Eine Umlage von Polizeikosten auf Fußballvereine lehnen wir hingegen entschieden ab.

2. Keine Verschärfung der Stadionverbotspraxis

Statt einer bundesweiten zentralen Stadionverbotskommission müssen die bisherigen, lokal verankerten Strukturen bestehen bleiben. Diese verfügen über Erfahrung, Kontextwissen und das nötige Augenmaß. Entscheidungen über Stadionverbote müssen weiterhin dort getroffen werden, wo Vereine, Fanprojekte und Fanbeauftragte die tatsächlichen Abläufe kennen und wo Betroffene lokal eine faire Chance auf Anhörung erhalten.

Ein Stadionverbot darf niemals automatisch oder bereits bei Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ausgesprochen werden! Darüber hinaus muss ein Stadionverbot immer die ultima ratio bleiben: Anstatt junge Menschen ohne hinreichende Begründung aus Stadien auszusperren, sollten sich Verbände und Politik für rechtsstaatlich verbindliche und pädagogisch wertvolle Maßnahmen bei tatsächlich vorliegenden Straftaten im Fußballkontext einsetzen.

3. Anerkennung des Mehrwerts der deutschen Kurven

Anstatt mit der Forderung der Personalisierung aller Eintrittskarten jeden Stadiongänger unter Generalverdacht zu stellen, sollte auch die Politik die Fankultur hierzulande als Alleinstellungsmerkmal des Fußballs anerkennen! Auch die Nutzung von Pyrotechnik sollte endlich ihre berechtigte Akzeptanz finden!

Wie geht es weiter?

Die Innenministerkonferenz ist nur ein Teil einer größeren Entwicklung. Wie sich die Debatte weiterentwickelt, hängt auch davon ab, wie sichtbar Fans ihre Position vertreten.

Wichtig ist, informiert zu bleiben, im Austausch zu bleiben und deutlich zu machen, dass Fans kein Sicherheitsproblem sind, sondern ein elementarer Bestandteil des Sports.

Als Fanbündnis 1. FC Kaiserslautern unterstützen wir den anhaltenden Einsatz der Fanszenen Deutschlands für den Erhalt einer freien und sicheren Fankultur.

Die Demonstration "Der Fußball ist sicher!" am 16. November in Leipzig, an der rund 20.000 Menschen teilgenommen haben, 

war ein deutliches und kraftvolles Signal. Sie hat gezeigt, wie groß die Unterstützung für eine selbst bestimmte und von 

unverhältnismäßigen Eingriffen freie Stadionkultur ist – und wie wichtig es bleibt, dieses Anliegen auch in der politischen 

Debatte deutlich zu machen.

Um den öffentlichen Druck weiter zu erhöhen, wurde neben den Protesten in den Kurven eine bundesweite Petition gestartet. 

Ziel ist es, den Innenministern der Länder aufzuzeigen, dass der Fußball in Deutschland sicher ist und keine zusätzlichen 

Maßnahmen wie personalisierte Tickets, eine zentrale Stadionverbotskommission oder flächendeckende Überwachung 

benötigt. Wer das Anliegen unterstützen möchte, kann dies durch die Teilnahme an der laufenden Petition tun.

Die ausführlichen Forderungen der Fanszenen finden sich unter www.derfussballistsicher.de. Dort besteht auch für Fanclubs die 

Möglichkeit, sich offiziell als Unterstützer einzutragen und dem Protest zusätzliche Sichtbarkeit zu verleihen.

In den Farben getrennt – in der Sache vereint.

Für freie Kurven! Für die Fankultur!

17.11.25

Wir können stolz auf uns sein! Innerhalb einer Woche und mit lediglich dreitägiger öffentlicher Mobilisierung haben wir es gemeinsam geschafft, ein mehr als deutliches Statement in Richtung der Innenminister, Verbände und Vereine zu setzen. Unsere Erwartungen zur Demo wurden massiv übertroffen, über 20.000 Fußballfans sind über Rivalitäten hinweg Seite an Seite durch Leipzig gezogen und haben eine klare Botschaft gesendet: Gegen populistische Forderungen der Politik und gegen die Erfüllungsgehilfen in den Verbänden -  Für die lautstarke, kreative und einzigartige Fankultur in Deutschland!

Angekündigt hatten wir im Vorfeld, dass der Protest beim heutigen DFB-Länderspiel in Leipzig fortgeführt und ins Stadion getragen werden soll. Hiermit geben wir bekannt, dass es sich dabei um eine Fake-Ankündigung gehandelt hat. Ziel war es, den Sicherheitsbehörden die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben beim Gedanken daran, dass hunderte Leute aus den aktiven Fanszenen das Premiumprodukt Länderspiel torpedieren und im Zentralstadion aufschlagen. Bereits während der Demonstration am Sonntag hat man gesehen, dass einzig und allein die Polizei dafür verantwortlich ist, dass die Einsatz- und Personalkosten beim Fußball absurdeste Ausmaße angenommen haben. Begleitet wurde die Demo beispielsweise unter anderem von diversen Einsatzkräften, einem Polizeihubschrauber sowie zwei Wasserwerfern. Wenig verwunderlich liefen, flogen und standen diese sinnlos in der Gegend und kosteten dabei den Steuerzahler horrende Summen. Wir sind es leid, als billige Ausrede für ausufernde Polizeikosten rund um Fußballspiele herhalten zu müssen!

Und wie geht es jetzt weiter?

Nach dem erfolgreichen Sonntag in Leipzig ist völlig klar, dass wir den Protest nun zurück in die Stadien und unsere Kurven tragen müssen. Es bleiben uns noch wenige Wochen, um den Druck hochzuhalten und den Law-and-Order-Politikern die Stirn zu bieten. Ihr könnt euch gewiss sein, dass wir den Spirit der Demonstration aufgenommen haben und bereits tief in den Planungen stecken, wie wir die nächsten Wochen angehen. Um es Politik, Verbänden und Co. mit einem von uns bereits beim Investoren-Protest genutzten Wortlaut zu sagen: Ihr werdet von uns hören!

Die Fanszenen Deutschlands

Hallo FCK-Fans,

seit dem offiziellen Geburtstag unseres Vereins am 02.06.2025 liegen bereits zahlreiche Höhepunkte hinter uns: 

Die Party in der Nordtribüne, ein großes Feuerwerk, das Vereinsfest auf dem Fröhnerhof, die FCK-Meile beim Altstadtfest, das Jubiläumsspiel gegen AS Rom und eine Sonderausstellung in der Stadt. 

Diese Reihe an Feierlichkeiten schließen wir nun gebührend ab!

Warum erst jetzt? Weil wir aufgrund des Geburtstags mitten in der Sommerpause auf einen würdigen Rahmen gewartet haben – und der ist Heute:

Samstagabend, 20:30 Uhr. 
Flutlicht. 
Betzenberg. 
Fritz-Walter-Stadion.

Damit Alles rund läuft, hier ein paar Hinweise:

• Treffpunkt für den Fan-Marsch ist ab 14:00 Uhr im Herzen unserer Stadt, der Start gegen 16:30 Uhr
• Die Spendenübergabe aus dem Verkauf der 125-Jahre-Shirts findet vor dem Spiel statt
• Wie beim letzten Traditionstag verteilen wir kostenfreie Retro-Eintrittskarten als Erinnerung. Diese erhaltet ihr ausschließlich vor dem Anpfiff an den Tonnen für die Becherspende unter allen Tribünen

Es wird eine Choreografie im gesamten Fritz-Walter-Stadion geben!

• Seid daher bitte spätestens 30 Minuten vor Anpfiff auf euren Plätzen
• Bitte lest euch die Infozettel aufmerksam durch. Wir haben uns einiges vorgenommen – und damit alles klappt, sind wir auf die Mithilfe und Disziplin von allen angewiesen
• Die Devise lautet: 90 Minuten volle Energie – egal von welcher Tribüne!

Heute ist ein besonderer Tag für uns!

Wir feiern die 125-jährige Geschichte unseres 1. FC Kaiserslautern.
Wir feiern vier Meisterschaften und zwei Pokalsiege.
Wir feiern die ruhmreichen Persönlichkeiten der Waltermannschaft.
Wir feiern die Idole unserer Kindheit. 
Wir feiern legendäre europäische Spiele gegen Barcelona und Real Madrid.
Wir feiern, dass wir als einziger Aufsteiger im deutschen Fußball direkt Meister wurden.
Wir feiern unser Stadion, das für immer den Namen des größten Fußballers dieses Landes tragen wird.
Und wir feiern, dass unser 1. FC Kaiserslautern alle Krisen und dunklen Stunden überstanden hat.

Vor allem aber feiern wir uns alle!

Jede und jeder Einzelne von uns ist der 1. FC Kaiserslautern - egal ob Fan, Spieler oder Funktionär.
Egal ob heißblütiger Jungspund in der Westkurve, Mecker-Opa auf der Nordtribüne oder Old-School-Fan aus dem Süden. Egal ob Allesfahrer oder Gelegenheitsbesucher. Egal ob engagiertes Vereinsmitglied oder Fernsehfan. 

Der 1.FC Kaiserslautern ist nicht nur ein Verein. Er ist die emotionale Heimat zehntausender Menschen und er ist ein soziales Gefüge in einer Region, die wirtschaftlich nicht immer von Glück geprägt war und ist.

Er ist Lebensader, Herzschlag und größter gemeinsamer Nenner der gesamten Pfalz. Machen wir uns das Heute einmal mehr bewusst!

Danke, dass es dich gibt und alles Gute zu 125 Jahren!

07.11.25

Pünktlich zur im Dezember anstehenden Innenministerkonferenz (IMK) in Bremen melden wir uns mit einer Stellungnahme. Wie ihr euch denken könnt: kein gutes Zeichen. Doch was steht zur Debatte? Auf der vorletzten IMK im vergangenen Winter wurden bereits Maßnahmen angedacht, die angeblich die Sicherheit im Stadion erhöhen sollen. Was bislang allerdings einem zahnlosen Papiertiger glich, könnte alsbald bittere Realität werden: Personalisierte Tickets, KI-gestützte Sicherheitsmaßnahmen rund um Spieltage und massenhaft neue Stadionverbote ohne Unschuldsvermutung könnten die Folge sein!

Anfang Dezember soll die Schaffung einer bundesweiten Stadionverbotskommission beschlossen werden. Zusätzlich zu den standortgebundenen SV-Kommissionen soll diese Institution die Vergabe des ohnehin rechtsstaatlich höchst fragwürdigen Sanktionsmittels „Stadionverbot“ überwachen. Rücknahmen und vorzeitige Aufhebungen der Stadionverbote durch die SV-Kommissionen der einzelnen Standorte könnten zukünftig von oben herab untersagt werden. Hierbei wird die Expertise der Vereine, die mit den Vorgängen rund um ihre (Heim-)spiele vertraut sind und lokale Situationen definitiv besser einordnen können als eine zentrale Stelle, bewusst umgangen. Zudem sollen Vereine, die sich nicht an die Vorgaben der zentralen Stadionverbotskommission halten, zukünftig durch die Sportgerichtsbarkeit sanktioniert werden.

Unklar bleibt zunächst, ob auch eine direkte SV-Vergabe im Repertoire des neuen Monsters von Verbänden und Politik liegen soll. Ebenso wenig ist über die mögliche personelle Zusammensetzung bekannt. Man stelle sich vor, die Schreihälse aus Innenministerien und Repressionsorganen wie der Polizei wären Teil dieses Gremiums – es würde wohl nicht lange dauern, bis Stadionverbote nach dem Gießkannenprinzip verteilt würden – massenhafte Überwachung und Personalienfeststellungen durch Festsetzung ganzer Personengruppen inklusive. Gleiches gilt für die angedachte Praxis, bis spätestens sechs Wochen nach der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens (wohlgemerkt: keiner Verurteilung!) ein Stadionverbot zu prüfen. Wie oft derartige „Prüfungen“ dann in einem SV münden, könnt ihr euch sicherlich vorstellen. Besonders eklatant ist hierbei, dass aus einer Soll-Formulierung nun eine Muss-Vorschrift werden soll. Jedes eingeleitete Strafverfahren, was sich bekanntermaßen in sehr vielen Fällen aufgrund Unsinnigkeit nach einer Weile im Sande verläuft, wäre gleichbedeutend mit einem sofortigen Stadionverbot für den Betroffenen!

Neben der neuen Praxis für Stadionverbote fordern Hardliner aus der Politik und der Polizei weitere Einschnitte in den Stadionalltag. Ein Szenario besteht aus flächendeckenden personalisierten Tickets sowie Gesichtsscannern. Dabei stellen wir nicht nur die Umsetzbarkeit und Sinnhaftigkeit infrage, sondern erkennen auch einen klaren Eingriff in das informationelle Selbstbestimmungsrecht aller Stadionbesucher. Wenn alle Fans am Einlass auch noch das letzte Stück Freiheit für den Besuch unseres Volkssports abgeben müssen, steht das im krassen Widerspruch zu unseren Vorstellungen und entbehrt jeglicher Verhältnismäßigkeit.

Natürlich findet auch das omnipräsente Thema Pyrotechnik seinen Platz in den Fantasien der Politiker und Behörden. Während die Fanszenen im ganzen Land im Rahmen der „Verbandsstrafen abschaffen“-Kampagne seit geraumer Zeit konstruktive Vorschläge liefern und ohne populistisch vorzupreschen sinnvolle Dialoge mit Vereinen und Verbänden zu Pyrotechnik initiieren, verschließen Politik und Polizei die Augen vor der Realität der reifen und in den Stadien vollumfänglich positiv bewerteten Nutzung von Pyrotechnik der Fanszenen. Mit einer Null-Toleranz-Linie sowie Gleichsetzung von Pyrotechnik mit Gewalt und Bedrohung zeigt die Gegenseite eindrucksvoll, dass jegliches Verständnis für Fankultur fehlt.

Die deutschen Stadien sind sichere Orte – das belegen sämtliche Statistiken der Behörden selbst wie etwa der im Oktober 2025 veröffentlichte Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS). Wofür also eine neue Stadionverbotskommission benötigt wird, die die Kompetenzen der örtlichen Sicherheitsträger definitiv einschränken soll, bleibt höchst fragwürdig. Statt sich weiterhin repressiven Maßnahmen zu verschreiben, braucht es Konzepte, die das Sicherheitsrisiko für uns Stadiongänger tatsächlich verringern.

Wir fordern daher:

1. Minimierung der Polizeieinsätze – Die größte Gefahr in den deutschen Stadien bleiben unberechenbare Einheiten der Bereitschaftspolizei. Statt sich über Kostenumlagen auf die Vereine Gedanken zu machen, sollten die Innenministerien die vollkommen maßlosen Einsatzzeiten ihrer Bediensteten reduzieren.

2. Aussetzung des Präventivinstruments „Stadionverbot“ – Eine zentrale Stadionverbotskommission sowie die zwanghafte Vergabe eines Stadionverbots nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens darf es unter keinen Umständen geben!

Generell stellen wir uns klar gegen das Präventivinstrument Stadionverbot. Anstatt junge Menschen aus den Stadien auszusperren, sollten sich Verbände und Politik für rechtsstaatlich verbindliche und pädagogisch wertvolle Maßnahmen bei tatsächlich vorliegenden Straftaten im Fußballkontext einsetzen.

3. Überwachungskosten reduzieren – Statt den Vereinen immer teurere Überwachungssysteme unter dem Deckmantel der Stadionsicherheit aufzuzwingen, sollten die Gelder in die Nachwuchsarbeit, die Infrastruktur der Stadien und die Arbeit von Fanprojekten investiert werden.

4. Anerkennung des Mehrwerts der deutschen Kurven – Anstatt mit der Forderung der Personalisierung aller Eintrittskarten jeden Stadiongänger unter Generalverdacht zu stellen, sollte auch die Politik die Fankultur hierzulande als Alleinstellungsmerkmal des Fußballs anerkennen! Auch die Nutzung von Pyrotechnik sollte endlich ihre berechtigte Akzeptanz finden!

Uns ist bewusst, dass auch wir die Uhren nicht zurückdrehen werden. Häufig wurden hart erkämpfte Freiheiten nur kurze Zeit später zum Wohle des Populismus einiger weniger wieder eingeschränkt. Doch seid euch gewiss: Sollten sich die Gerüchte erhärten, werden wir uns zum Wohle aller Stadionbesucher für das Fußballstadion als Ort der Freiheit einsetzen und für die Werte unseres Fußballs einstehen!

Die Fanszenen Deutschlands im November 2025


 

Hallo FCK-Fans,

zum Heimspiel gegen Bochum wird es aufgrund der riesigen Nachfrage eine zweite Auflage der 125-Jahre-Shirts geben. Der gesamte Erlös daraus geht weiterhin zu gleichen Teilen an die Fritz-Walter-Stiftung, sowie an die Betze Engel.

Ab ca. 11:00 Uhr besteht die Möglichkeit, sich die Shirts für je 15 € zu sichern.

Aus organisatorischen Gründen dieses Mal an den folgenden Stellen:

- Vor der Westkurve (Ecke Fritz-Walter-Straße/Hegelstraße)

- Halle Südtribüne

- Halle Norbert-Thines-Nordtribüne

Haltet den Betrag bitte passend bereit.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums unseres 1. FC Kaiserslautern möchten wir, getreu den Werten, die unseren Verein ausmachen, Gutes bewirken und ein limitiertes T-Shirt anbieten. Der Erlös dieser Aktion fließt zu 100% an die Fritz-Walter-Stiftung und die Betze Engel.

Die T-Shirts werden beim Heimspiel gegen Preußen Münster gegen eine Spende von 15 € angeboten und sind in den Größen S–4XL verfügbar.

Die Aktion findet ab ca. 16:30 Uhr an den folgenden Stellen rund ums und im Stadion statt:

- 54er-Denkmal vor der Westkurve

- Umlauf Westkurve

- Halle Südtribüne

- Halle Norbert-Thines-Nordtribüne

Zusätzlich wird es weiterhin ein Angebot an Aufklebern, Schlüsselanhängern, Magneten und Pins im 125 Jahre-Design für jeweils 2,50 € geben.

Fanbündnis 1. FC Kaiserslautern & 1. FC Kaiserslautern e. V.

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